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Edition "La Danse Macabre" (2022)

Das Sterben und der Tod wird in unseren Breiten möglichst verdrängt, an die Stadtränder, ins Verborgene. Heute wird nicht mehr im Kreise der Lieben gestorben, sondern meist anonym in einem Spital oder Pflegeheim. Wir sprechen auch nicht gerne über den Tod, denn dabei werden wir uns der eigenen Vergänglichkeit bewusst. Und doch ist der Tod allgegenwärtig. Unfälle und Verbrechen passieren in Echtzeit am TV oder in den sozialen Netzwerken, berühmte Menschen sterben von der Öffentlichkeit eng begleitet, Krieg und Terror zerstören das Leben  zahlreicher Menschen...

Dieses Spannungsfeld um den Tod und das Sterben beschäftigen mich schon lange. Ich habe mich dabei intensiv mit den historischen Totentänzen beschäftigt, die seit dem 14. Jahrhundert durch die Kunst- und Kirchengeschichte geistern. Die Darstellungen und Protagonisten mögen variieren, aber immer dabei ist der  Schalk und die Erkenntnis, dass der Tod alle betrifft, ob reich oder arm, Mann oder Frau, Königin oder Bettler, der Tod holt uns alle, irgendwann...

"Was ihr seid, das waren wir. Was wir sind, das werdet ihr"

(Beliebte Inschrift in Beinhäusern und Totenkapellen)

Irgendwann beschloss ich, selber einen Totentanz zu realisieren. Geplant war eine aufwändige Inszenierung mit Tänzern, Schauspielern und Kulissen. Leider liess sich das Projekt bis jetzt nicht finanzieren. Deshalb habe ich nun meine Ideen mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz (Dall-E 2, ein Opensource-Projekt, das mittels Texteingabe Bilder generiert) umgesetzt. So kam es, dass ich heute  "Danse Macabre", meinen Totentanz für Arme, präsentieren kann. Eine Ausstellung ist in Planung.

WARNUNG!

Die  nachfolgenden Bilder können auf Kinder und empfindsame oder ängstliche Personen verstörend wirken!








 

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